Thyssengas – Energie für Deutschlands Wirtschafts- und Industriezentrum.

Thyssengas war und ist in vielen Bereichen Vorreiter. Davon profitiert der Industriestandort NRW seit fast einem Jahrhundert. Die erste Ferngasleitung Deutschlands wurde 1921 von Thyssengas gebaut und war eine der Schlagadern für die industrielle Herzkammer Deutschlands. Fast hundert Jahre später hat sich viel verändert, aber Energie ist und bleibt die Voraussetzung für eine gesunde Wirtschaft, moderne Infrastruktur und Wohlstand.

Wenn es Chancen für Fortschritt gibt, nutzen wir sie.

Unsere Rolle als Pionier in technischen wie strategischen Bereichen füllen wir gerne aus. So waren wir 2011 der erste Netzbetreiber, der sich unabhängig von einem Energiekonzern eigenständig neu aufstellen konnte. Die Entwicklung bis heute: Mit 4.200 Kilometern und fast 1.100 Ausspeisepunkten beliefern wir die Verteilnetze der Kommunen, Industriebetriebe und Kraftwerke von der holländischen Grenze bis zum Sauerland und von dem von der Nordseeküste angelieferten Gas bis nach Köln/Bonn. Niemand kann den Transportkunden eine größere Zahl von Ausspeisepunkten anbieten.

Gleichzeitig transportieren wir für Biogaserzeuger die regenerative, umweltschonende Energie, die sie meist in den ländlichen Regionen von NRW produzieren über unser Netz in die Ballungszentren des Landes. Die Voraussetzungen, die das technisch überhaupt ermöglichen, haben wir bereits im Jahr 2007 durch eigene Forschung geschaffen.

Wir investieren für die Versorgungssicherheit in NRW.

Der Bau neuer Pipelines und Verdichter ist immer auch eine strategische Entscheidung. Unser Netz kann NRW bereits heute mit Gas aus vier Quellen beliefern: Niederlande, Norwegen, Großbritannien und Russland. Der Hauptanteil des Erdgases, das wir in NRW transportieren, stammt aus der Nachbarschaft: die Niederlande liegen auf Platz eins unserer Förderländer. Auf Platz zwei folgt Norwegen. Ein geringerer Teil stammt aus Großbritannien. Mit kleinen Mengen liegt Russland auf dem letzten Platz. Im Gegensatz zu anderen Netzen, die maßgeblich auf eine einzige Lieferquelle setzen, bedeutet das für die Bürger unseres Landes bereits zusätzliche Versorgungssicherheit.

In Zukunft wird der weltweite Gastransport neben den großen Pipelines, die oft tausende Kilometer überbrücken und durch verschiedene Staaten führen verstärkt mit großen Spezialschiffen erfolgen. Diese können wie Öltanker verflüssigtes Gas über die Weltmeere transportieren. Das wird in Terminals an den Küsten umgewandelt und ins Netz eingespeist. Der Rohstoff Gas wird so viel flexibler und unabhängiger von geopolitischen Risiken. Vorausgesetzt, das Leitungsnetz zu den Küsten-Terminals ist für entsprechend große Kapazitäten gerüstet. Thyssengas wird in den nächsten Jahren große Summen in den Ausbau dieser Verbindungen investieren. Mittelfristig wird niederländisches L-Gas durch H-Gas und LNG ersetzt werden. Wir bauen unser Netz für diese Zukunft mit neuen Transportrouten aus. Dazu investieren wir in den kommenden zehn Jahren etwa 320 Millionen Euro.

Die sichere und wirtschaftliche Versorgung von NRW mit Energie ist eine komplexe Gesamtaufgabe. Wir haben dazu einen dezidierten Masterplan, den wir dank technischer Expertise und finanzieller Stärke im Interesse unseres Landes Schritt für Schritt umsetzen.